REIZVERARBEITUNG

Ein Sinnesreiz ist Information, die durch unsere Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen, über unseren Körper (externe Reize) oder unseren Gedanken (interne Reize) in unser Nervensystem hineinkommt. Diese Informationen werden in unserem Gehirn verarbeitet, sodass wir darauf reagieren können. Dieser Prozess heißt Sensorische Informationsverarbeitung, Sensorische Reizverarbeitung oder auch Sensorische Integration.

Normalerweise werden viele Sinnesreize unbewusst gefiltert und verarbeitet. Ein großer Teil der Informationen, die die Sinne sammeln, brauchen keine (dauerhafte) Reaktion und werden aussortiert. So bemerkst du z.B. den ganzen Tag deine zu festsitzenden Socken nicht oder bist du dir nicht bewusst, welche Farbe der Boden hat, und auch die Geräusche eines summenden Kühlschrankes sortierst du aus. Andere Informationen, wie eine Frage, die gestellt wird, oder ein Auto, das auf dich zukommt, macht, dass du sehr wohl reagierst. Aber was passiert, wenn deine sensorische Filteranlage kaputt ist und du keinen Unterschied zwischen Haupt- und Nebensachen ausmachen kannst?

Pro Sekunde bekommt unser Gehirn 10.000 bis 4.000.000 interne und externe Sinnesreize zu verarbeiten

PROBLEME BEI DER VERARBEITUNG VON SINNESREIZEN

Personen mit Problemen bei der Reizverarbeitung, auch Sensorische Integrationsstörung (SI-Störung) genannt, haben ein anderes Filtersystem für die Sinnesreize, die zu ihnen durchdringen. Sie können manchmal sehr stark oder eben nicht oder kaum auf Sinnesreize reagieren und haben Schwierigkeiten, zwischen Haupt- und Nebensachen zu unterscheiden.

Menschen mit Problemen in der Reizverarbeitung können überempfindlich sein z.B. gegenüber Geräuschen und hören dadurch mehr Geräusche als der Durchschnittsmensch. Wenn du mehr Sinnesreize bemerkst, wirst du auch schneller abgelenkt. Wie gut würdest du ein Gespräch führen können, wenn du dauernd die Geräusche einer tickenden Uhr hörst, oder wenn du abgelenkt wirst durch die sich bewegenden Hände deines Gesprächspartners und wenn dauernd das Muster seiner Bluse deine Aufmerksamkeit einfordert?

Sensorische Integrationsstörung (SI-Störung) ist eine neurologische Erkrankung, die Probleme mit dem Registrieren und mit der Verarbeitung von und mit der Reaktion auf Sinnesinformationen aus der Umgebung und seitens des eigenen Körpers verursacht.

ÜBERREIZUNG

Es kann von Überreizung gesprochen werden, wenn mehr Sinnesreize empfangen werden, als das Gehirn verarbeiten kann. Dein Nervensystem ist stark beschäftigt mit der Verarbeitung aller eingehenden Sinnesreize, bez. Geräusch, Bild, Geruch, Geschmack, Bewegung, Gefühl, Gedanken, u.a.
Viele der (unverarbeiteten) Reize stehen dann im sogenannten “Stau” und warten darauf, verarbeitet zu werden. Dadurch können wichtige Informationen ausgeblendet werden. Mit der ganzen Menge an Reizen im Stau verläuft das Denken und Reagieren mühsam. Und jeder neuer Reiz (eine Berührung, eine Frage, u.s.w.) ist ein zusätzlicher Reiz in diesem Stau. Oft ist dadurch das Filtersystem durcheinander, und es werden zu viele Reize als wichtig, unsicher und beängstigend erfahren.

Überreizung kann zu Unruhe, Angst und für die Umgebung zu unerwünschtem Verhalten führen. Denke dabei an Herabsetzung der Konzentration, fliehen / weglaufen, in Panik geraten, das Äußern von Frustration und Aggression und das Überstimmen oder Stoppen der hereinkommenden Reize (Geräusche erzeugen, Hände über die Ohren halten, Hände flattern). Das sind die basalen Reaktionen des Körpers, um zu überleben in einer Situation, die als gefährlich und angsteinflößend erfahren wird. Diese Reaktionen sind auch als Kampf-, Flucht- oder Stellreaktionen bekannt. Die Basisemotion Angst und die Reaktion, die daraus entsteht, werden durch den Gehirnteil Amygdala bestimmt.

Überreizung entsteht, wenn mehr Informationen über die Sinne empfangen werden als verarbeitet werden können.

AMYGDALAE

Die Amygdalae (Mandelkerne) sind Teil des ältesten Teiles des Gehirns, des limbischen Systems. Dieses System ist eine Art emotionale Schildwache. Das Einzige, das zählt ist überleben. Wenn Gefahr droht, dann nimmt diese Schildwache die Leitung an sich um direkt in Aktion treten zu können. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden im Körper abgegeben um zu flüchten, zu kämpfen oder steif zu werden und nicht zu reagieren.

Gleichzeitig stoppt das Denkvermögen, denn in drohenden Situationen fehlt die Zeit zu überlegen, welche die beste Reaktion wäre. Die Amygdala macht, dass wir der Gefahr ausweichen können, noch bevor uns klar wird, dass wir uns in einer solchen Situation befinden. Durch Überreizung sind Menschen nicht mehr in der Lage, rationell mit der Situation umzugehen. Angst wird vorherrschend, und die Amygdala sorgt für eine Kampf-, Flucht- oder Stellreaktion.

Durch Überreizung sind Menschen nicht mehr in der Lage, rational mit der Situation umzugehen. Angst wird vorherrschend, und die Amygdala sorgt für eine Kampf-, Flucht- oder Stellreaktion.

TIEFER DRUCK

Jeder hat ein natürliches Bedürnis an Sicherheit, Geborgenheit und Wärme.
Dass tiefer Druck einen beruhigenden Effekt mit sich bringt, ist nichts Neues. Denke z.B. an den Effekt einer festen Umarmung, wenn du durcheinander bist oder den des Einwickelns von unruhigen Babies. Personen, die Probleme bei der Reizverarbeitung haben und sich oft unruhig und / oder ängstlich fühlen, können vom tiefen Druck viel profitieren.

Tiefer Druck beeinflusst direkt die Mandelkerne und hat einen stabilisierenden Effekt auf die Reizverarbeitung, wodurch du weniger “getroffen” wirst durch hereinkommende Reize. Es hilft, ein überreiztes oder ängstliches Nervensystem zu beruhigen und gibt ein sicheres und beschützendes Gefühl. Dadurch kannst du mit Stress und Überreizung besser umgehen, Wutanfällen lindern, dich besser konzentrieren und schneller einschlafen.

Im Gegensatz zu leichter Berührung, wobei die oberflächlichen Rezeptoren in der Haut stimuliert werden, nehmen die tiefer gelegenen Rezeptoren tiefen Druck wahr.

SQUEASE TIEFE DRUCKWESTE

Es gibt viele verschiedene Arten, um tiefen Druck zu erfahren. Manche genießen es, unter einem schweren Kissen zu liegen oder weg zu kriechen in einen kleinen Raum. Andere mögen es, wenn sie kräftig festgehalten werden. Das gibt ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Aber was ist, wenn kein schweres Kissen zur Verfügung steht, oder wenn du gerade durch physischen Kontakt gestresst wirst? Eine Umarmung bekommen, bedeutet nämlich auch wieder neue Reize. Der Geruch von Parfum (oder Rauch!), ein kratzender Pullover, die Wärme des anderen Körpers und hält er dich wohl fest genug oder stoppt er nicht zu früh mit der Umarmung?

Mit der Squease Druckweste gibst du dir selbst beruhigenden tiefen Druck, wann du es brauchst. Du hast selbst die völlige Kontrolle über das Wieviel und das Wie lange du den Druck erfahren möchtest.
Die leichtgewichtige Squease Weste kannst du überall hin mitnehmen, sodass du sie bei der Hand hast für die Momente, die zu Unruhe, Angst und Überreizung führen; z.B. in einem belebten Supermarkt, in der Schule / in der Arbeit, beim Zahnartzt oder einfach zu Hause nach einem vollen Tag mit vielen Reizen.

Beruhigender tiefer Druck für die täglichen Momente, die Unruhe, Angst und Überreizung bringen können.